Simulation, Training und Ausbildung auf der Neonatologie #33

Shownotes

frühSTART - Der Neo-Podcast für besondere Eltern

Im aktuellen Neo Podcasts für besondere Eltern spricht Martin Wald mit Christof Weisser über Ausbildung und Training auf der Neonatologie. Echte Notfälle sind grundsätzlich selten, Komplikationen treten aber doch recht regelmäßig auf und können dann auch sehr komplex sein. Bei solchen Komplikationen müssen alle erforderlichen Maßnahmen sicher beherrscht werden. Trifft es da jemand ungeübten, kann eine Komplikation zum Notfall und der Notfall rasch zur Katastrophe werden. Aus dem Grund trainieren Neonatologen regelmäßig an speziellen Simulatoren. Der bekannteste davon ist Paul, ein Frühgeborenensimulator und jetzt neu, Emma, welche ein Neugeborenes simulieren kann. Beide wurden von einer Firma in Wien entwickelt und gebaut, die jetzt zu Leardal gehört (https://laerdal.com/products/simulation-training/obstetrics-pediatrics/emily-and-emma/?srsltid=AfmBOorKHlMzq1pJDgTnXTNhsfGaTJZj3IjZGek6sTlr0hlET5Sz2Z7h). An diesen wird zumindest 1x im Monat trainiert. Das gewährleistet einen hohen Ausbildungsstand, damit Komplikationen bei Früh und Neugeborene nicht zu Katastrophen werden. * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * Der Podcast dient ausschließlich der neutralen Information, Fortbildung und Unterhaltung. Er ersetzt nicht die fachliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker und darf nicht als Grundlage zur eigenständigen Diagnose und Beginn, Änderung oder Beendigung einer Behandlung von Krankheiten verwendet werden. Für die Inhalte sind ausschließlich unsere Sprecher verantwortlich. Sie unterliegen dem Wandel der Wissenschaft. Änderungen sind vorbehalten. * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * Bei der Betreuung unserer Frühgeborenen und kranken Neugeborenen verlassen wir uns nicht auf Wunder, sondern auf die Wissenschaft. Die Neonatologie Salzburg ist deshalb Teil des Forschungszentrums Young-Hope, dem Forschungszentrum der Universitätsklinik für Kinder-und Jugendheilkunde der Paracelsus Medizinischen Universität Salzburg. Spenden an Young-Hope kommen zu 100% der Forschung zugute und mit dem Kennwort Neonatologie auch zu 100% der neonatologischen Forschung.

Kontakt: fruehstart@salk.at
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00:00:02: Frühstart, der Neopodcast für besondere Eltern.

00:00:07: Wissen rund um Versorgung, Stillen, Nachsorge und Entwicklungskontrollen von Frühgeborenen

00:00:14: und

00:00:14: kranken Neugeborenen.

00:00:16: Am Mikrofon Martin Wald von der Neonatologie Salzburg.

00:00:22: Der Podcast dient ausschließlich der neutralen Information, ersetzt keine medizinische Beratung.

00:00:29: Die Sprecher sind für die Inhalte verantwortlich.

00:00:31: Sie unterliegen dem Wandel der Wissenschaft.

00:00:36: Hallo und herzlich willkommen zu unserem Podcast für besondere Eltern.

00:00:40: Heute zum Thema Training auf der Neonatologie.

00:00:43: Wie lernen die Neonatologen das, was sie alles tun müssen?

00:00:47: Und wie trainieren wir auch das?

00:00:49: Dazu heute bei mir zu Gast, der Christoph Weiser.

00:00:52: Hallo, Christoph.

00:00:53: Hallo, Martin.

00:00:54: Danke, dass ich hier sein darf.

00:00:56: Es freut mich auch, dass du da bist.

00:00:57: Christoph Weise ist Oberarzt auf der Neonatologie und Christoph kannst dich einmal kurz vorstellen für unsere

00:01:02: Hörer.

00:01:03: Ja, ich bin Oberarzt hier auf der Neonatologie, bin quasi so ein kleines Urgestein.

00:01:08: Ich bin jetzt seit zwanzig Jahren hier am Landeskrankenhaus und habe davor schon in anderen Häusern in der Schweiz und in Deutschland gearbeitet und bin sehr froh, dass ich hier sein darf, weil hier die Entwicklung in der Neonatologie mitzuerleben ist eine ganz tolle Sache.

00:01:23: Ich bin hier unter anderem auch für die Ausbildung zuständig auf der Station, bin im CRCS, das ist das Clinical Research Center in Salzburg.

00:01:33: Da bin ich zuständig für die Neonatologie, für die Simulationstraining, aber auch darüber hinaus im Simulationsteam.

00:01:39: Der gesamten Klinik ist zuständig und das macht mir große Freude.

00:01:43: Du bist nicht nur für die Neo hier in Salzburg zuständig, sondern du trainierst auch andere Häuser extern.

00:01:48: Seit vielen Jahren sind wir in Klinik verbunden mit externen Häusern, die zur Seite zugehören, die Landesklinik allein und die Landesklinik Tamsweg.

00:01:57: Und da haben wir natürlich auch bemüht, das Team dort, die ja keinen Kinderarzt vor Ort haben, so zu schulen, dass das Team aus Hebammenpflege, Gönäkologen, Anästhesisten, Anästhesiebpflege, Allgemeinerzen, Tunneserzen, dass die so gut aufgestellt sind, dass die im Notfall eine Zeit gut überbrücken können, bis wir dann vor Ort sind.

00:02:19: und da haben wir verschiedene, da können wir nachher wahrscheinlich noch darüber reden, verschiedene Maßnahmen ergriffen, um das optimal zu gestalten.

00:02:26: Was genau trainieren wir oder warum müssen wir eigentlich trainieren, damit wir das können auf der Nähe, was wir können müssen?

00:02:33: Kann man halt einfach sagen, wir sind eh so in Übung?

00:02:36: Das ist sicherlich wäre möglich, aber wäre für den Patienten keine sichere Angelegenheit, vor allen Dingen auch für die Angehörigen, für die Eltern, die ihre Kinder hier in Obhut geben.

00:02:46: Sicherlich ein Thema, man kann das vergleichen vielleicht auch mit der Feuerwehr, wenn es, wenn man irgendwo eine Feuerwehr hat und die wartet einmal im Jahr einen Brand zu bekommen.

00:02:55: kämpfen und kommt dann zum Brand ist wahrscheinlich total desorganisiert, wenn die das nicht üben, sondern Notfall.

00:03:01: und Notfälle sind zum Glück in der Neonatologie selten, aber es sind häufig genug, dass wir regelmäßig in Übung bleiben sollten.

00:03:10: und wir haben natürlich große Teams, wir haben wechselnde Teams und das macht natürlich auch die Herausforderung, dass wir immer wieder mit unterschiedlichen Leuten zusammenarbeiten und die auch auf den aktuellen Stand der Wissenschaft, auf den aktuellen Stand der Bläufe trainiert werden müssen.

00:03:26: Es bleibt ja nicht alles gleich.

00:03:27: Es wandelt sich das medizinische Wissen und von daher müssen wir die Sachen auch immer wieder trainieren.

00:03:33: Was kann man sich denn so vorstellen unter einem

00:03:35: Notfall

00:03:36: auf einer Neonatalogie?

00:03:37: Da gibt es verschiedene Arten, die direkt nach der Geburt und auch die auf der Station bei uns.

00:03:44: Es ist natürlich ein breites Spektrum, was in der Nähnatologie auf uns zukommt.

00:03:48: Da kommt das Termin geborene, was völlig unvorbereitet in ein Notfall kommt.

00:03:54: Und da ist natürlich auch ganz wichtig, dass die Teams vor Ort, die jetzt kein Kinderarzt da haben, dass die gut aufgestellt sind.

00:04:00: Wir haben ein Notfall beim Frühgeborenen.

00:04:05: Als Notfall quasi schon die Frühgeburtlichkeit.

00:04:08: Das heißt, das hat ganz andere Bedürfnisse am Start des Lebens, die dann auch berücksichtigt werden müssen und befriedigt werden müssen.

00:04:16: Da haben wir in den letzten zehn, fifteen Jahren extrem dazugelernt.

00:04:20: Wir haben ein viel besseres Verständnis für die Physiologie der Abläufe.

00:04:23: Und das braucht natürlich auch entsprechendes Training.

00:04:26: Also da ist quasi die Frühgeburtlichkeit schon an quasi Notfall.

00:04:30: Und dann haben wir natürlich auch Komplikationen auf der Station.

00:04:34: die jederzeit auftreten können, dass Kinder, die sich akut verschlechteren im Rahmen von einer Infektion, im Rahmen von einer respiratorischen, also Atemproblematik, wenn sie vielleicht am respirator sind oder wenn sie wie so häufig nur am C-Pap zum Glück sind, kann es auch Probleme geben, die akut gemanagt werden müssen.

00:04:54: Also die Neugeborenen und Frühgeborenen sind ein kleines Volk, das uns viele Komplikationen auf Lager hat.

00:05:02: Dann bleiben wir mal nur rein bei uns im eigenen Haus.

00:05:05: Du hast erzählt, dass eben auf der Station selten Notfalle eintreten, die dann aber gravierend sein können.

00:05:14: Und ja, du hast natürlich recht, es hat sich dramatisch verändert.

00:05:17: Also da, wo wir eine Zeit gehabt haben, wo die Oberärzte, die mich noch ausgebildet haben, die haben erzählt, die haben einmal die Woche mindestens intubiert, also sprich ein Kind zu beatmen begonnen.

00:05:31: in den Tubos in die Luft reuere geschoben, wo man eben das Kind dann beatmen hat und mehrmals am Tag invasive Eingriffe durchgeführt.

00:05:40: Wir haben schon viel, viel, viel seltener solche invasiven Eingriffe durchgeführt und die Leute, die es jetzt lernen, die machen das.

00:05:50: Ein, zweimal im Jahr im Notfall, was früher ein, zweimal in der Woche als Notfall war.

00:05:57: Das heißt, da sieht man schon sehr deutlich, wie viel selten diese Maßnahmen werden.

00:06:01: Und das Problem ist natürlich, im Bedarf soll, muss man es dann können.

00:06:06: Und können heißt nämlich wirklich können und nicht üben anfangen.

00:06:10: Wo und wie übt man auf eine Neonatologie heutzutage?

00:06:15: Das ist die große Errungenschaft der modernen Medizin, dass wir simulieren können an verschiedenen Objekten.

00:06:24: Das heißt, wir haben die Möglichkeit an Puppen zu üben, an künstlichen Atemwegen zu üben, an Modellen zu üben, die uns die Möglichkeit geben.

00:06:39: ohne Patienten zu gefährden oder an Patienten zu üben, wie du sagst, diese komplexeren Dinge zu trainieren.

00:06:47: Und da haben wir verschiedene Möglichkeiten wie... Puppen wie Manikas, wie Atemwege, die künstlich hergestellt wurden über über drei D-Trucker zum Beispiel.

00:06:58: Wir haben die Möglichkeit selbst Objekte zu kreieren, mit Gelatine zum Beispiel, wenn es um Gefäßzugänge geht.

00:07:05: Also da ist der Kreativität keine Grenzen gesetzt und ich glaube wir sind da sehr kreativ, um immer wieder neue Modelle zu entwickeln, die uns das Leben erleichtern, nicht an Patienten üben zu müssen, sondern Wann immer wir Lust haben, wann immer wir Zeit haben und wann immer es sich ausgeht, an künstlichen Objekten zu trainieren.

00:07:27: Das klingt jetzt so ein bisschen nach, wir machen es, wenn wir es gerade können, ein bisschen eigentlich häufiger als nur, wann es geht.

00:07:34: Also, oder fangen wir andersrum, wie häufig machen wir es denn?

00:07:38: Wie oft schaffen wir zu trainieren und wie häufig soll man trainieren?

00:07:41: Ja, wir schaffen es.

00:07:43: etwa einmal im Monat Teile des Teams zu trainieren.

00:07:47: Es ist so konzipiert, dass ein Jahreszyklus so abgedeckt sein sollte, dass das ganze pflägerische Team einmal im Jahr durchtrainiert wird.

00:07:56: Das heißt, dass jeder mindestens einmal aus der Pflege die Chance hat, an so einem Simulationstraining teilzunehmen.

00:08:02: Wir Ärzte, weil wir eine kleinere Gruppe sind, wir haben natürlich häufiger die Chance daran teilzunehmen.

00:08:07: Für uns ist es aber ganz wichtig, dass wir das als Team-Training sehen.

00:08:12: Und zwar, dass wir quasi nicht den einen Arzt haben, der alles kann, sondern es sollen die Teams miteinander trainieren können, um die komplexen Abläufe da zu trainieren.

00:08:22: Und wir machen speziell auch in Salzburg, machen wir einmal im Jahr, machen wir eine größere Veranstaltung, die über eine ganze Woche geht, die nennt sich ja Assistentenausbildungswoche.

00:08:33: Und dort wird speziell auch noch mal auf solche Skill-Training Einflüsse genommen.

00:08:38: Und nicht nur im eigenen Haus, wie gesagt, wir haben vorher schon angesprochen, diese Trainings machen wir auch in Halein und in Tamsweg und auch an externen Kliniken.

00:08:46: Und das Wichtige daran ist, wir wollen in Situ trainieren.

00:08:50: In Situ heißt, dass wir schauen, dass wir die Leute vor Ort trainieren, dass sie mit ihrem eigenen, mit ihrem eigenen Environment, in ihrer eigenen Umgebung sich wohlfühlen können.

00:09:03: Das ist wie wenn man in der eigenen Küche kocht, dann weiß man immer genau, wo der Kochtopf ist, wo das Wasser ist.

00:09:08: wo, wenn was passiert, der Verbandskasten ist oder wenn es brennt, wo der Feuerlöscher ist.

00:09:13: Und deswegen ist es, glaube ich, ausschlaggebend, dass wir nicht in einem, was wir auch hätten, am CRCS haben wir ein Simulationszentrum.

00:09:21: Also das sind leere Räume, die quasi auch zur Simulation genutzt werden können.

00:09:28: Wir schätzen es zu den Leuten hinzukommen.

00:09:31: Wir haben da eine ganz ausgefeilte Technik, ein Simulationsgerätepark, wo wir mit Videobeobachtung, das Ganze dann die Briefen können.

00:09:41: Also wir haben dort ein tolles Simulationsgeräteausstattung und da fahren wir dann zu den Kliniken hin und schauen, dass wir die Leute dort fit bekommen.

00:09:50: Das heißt, wir bauen den Simulationsraum dort auf deren Station auf, nehmen uns de facto ein Patientenzimmer und verkabeln es mit Videogeräten und die trainieren dann alle in den Räumen, in denen sie auch arbeiten.

00:10:04: Genauso ist es.

00:10:05: Und der eine Punkt ist, dass wir dort quasi fortrainieren und wir schauen natürlich auch, dass wir unsere Erfahrung, die wir hier in einem eigenen Setting erworben haben, dass wir die dort unterbringen, sprich, dass wir dort die Ausrüstung, dass wir dort das Material so verfügbar haben, wie wir es hier am eigenen Haus auch haben.

00:10:26: Das ist für uns ein großer Vorteil, wie zum Beispiel die Notfallwegen, dass wir die immer gleich ausgerüstet haben.

00:10:32: Da wissen wir genau, in welcher Schublade, welche Teil drin steckt und so trainieren wir dann auch die externen Häuser, dass wenn wir an ein externes Haus kommen, dass wir genau wissen, in der dritten Schublade sind die Beatmungssachen drin und das Team dort auch immer genau weiß, dass genau dort in dieser Schublade eben dieses Material zu finden ist.

00:10:54: Das heißt, dass die Häuser, die mit uns im Kooperieren und wo wir im Hinfahren bei Notfällen und die Kinder abholen, dass die quasi mehr damit als standardisierte Wegen und auf Sachen haben, die gleich sind wie bei uns, dass wir alles gleich vorfinden dort.

00:11:08: Ja, genau so ist es.

00:11:09: Und das ist auch eines der Dinge, die wir jetzt nicht... nicht auf uns fixieren wollen, sondern die wir an andere Häuser auch ranbringen, dass wir sagen, schau jetzt, wo immer wir dann sind und die Mannschaften trainieren.

00:11:24: Wir haben ja ein größeres Einzugsgebiet im Bundesland Salzburg und Bundesland übergreifend und wir versuchen ihnen zu vermitteln, nicht nur versuchen, sondern es gelingt uns auch immer besser.

00:11:34: dieses Verständnis für standardisierte Abläufe und standardisiertes Material zu erwerben, dass die Leute sich einfach materiell und personell so aufstellen, dass sie in Notfall-Situationen gut gerüstet sind.

00:11:49: Die Trainings sind ja in mehreren Schichten ebernen aufgebaut.

00:11:53: Das ist ja nicht nur das Team-Training, es gibt ja Skill-Training und Algorithmus-Training, dass man eben unterschiedliche Dinge auf unterschiedliche Art und Weise trainiert.

00:12:03: Wie läuft das ab?

00:12:04: Wie lernt man das Kill?

00:12:08: Wie kann man sich so ein Team-Training vorstellen?

00:12:10: Wir haben so ein eigenes Management, was sich über das letzte Jahrzehnt fast schon entwickelt hat, weil wir uns einfach sagen, wir müssen die Leute sowohl in technischen Fertigkeiten ausbilden.

00:12:24: Und das sind die Skill-Trainings ein wichtiger Teil.

00:12:27: Das wird immer gemeinsam gemacht.

00:12:30: Das heißt wir machen einen Skill Training im Vorlauf, dass die Leute nochmal auf die aktuellen technischen Fertigkeiten sich nochmal einstimmen können.

00:12:40: Dann machen wir einen theoretischen Teil der Algorithmus, der Neugeborenen und Frühgeborenen, Reanimationsalgorithmus noch mal ins Bewusstsein noch mal bringt und dann machen wir ein Simulationstraining.

00:12:58: Das heißt, dass man dann konkrete Fälle durchspielen in kleineren Teams.

00:13:03: Die Teams sind zwar grundsätzlich schon größer, aber sie werden in kleineren Teams geteilt.

00:13:09: Und wir machen dann mehrere Szenarien, die wir dann gemeinsam anschauen und gemeinsam dann auch besprechen.

00:13:17: Diese echten Skill Trainings, die nur Skills trainieren, das sind dann typischerweise auch in unserer Assistentenklassurwoche.

00:13:24: Genau, genau.

00:13:26: Dort sind dann eben, wo man auch spezifisch wirklich testet oder ausprobieren kann, wenn man eben Sachen und Dinge handhabt und damit man dann eben drauf kommt.

00:13:39: wo Probleme sind und das übt.

00:13:41: Und dann im Team-Training wird dann quasi auch der gesamte Ablauf dann gebraucht.

00:13:46: Genau.

00:13:47: Wenn man jetzt über diese ganzen Simulationstraining hinausgeht, da gibt es ja noch deutlich mehr Dinge, die zu dieser Patientensicherheit dazu zählen.

00:13:58: Ja, Martin, da ist ganz recht.

00:13:59: Die Simulation ist Teil eines großen Sicherheitskonzepts.

00:14:03: Das Patienten-Sicherheitskonzept ist für Eltern, glaube ich, eine ganz wichtige Angelegenheit, weil sie ja hier im Spital auf eine sichere Umgebung für ihre Kinder treffen wollen.

00:14:14: und auch wir wollen sicher auftreten.

00:14:16: Das heißt, es ist nicht nur wichtig, dass wir kritische Situationen trainieren, dass wir technisch gut ausgebildet sind, sondern dass wir auch ein Bewusstsein für sicheres Handeln und eine sichere Umgebung aufbauen.

00:14:30: Da kann man natürlich auch sehr dankbar sein, dass wir hier am Landeskrankenhaus einen Patienten-Sicherheitskonzept haben, das schon seit vielen Jahren aufgebaut wird.

00:14:40: Das heißt, wir müssen von der Annahme ausgehen, der Mensch ist fehlbar.

00:14:44: Das heißt, auch wir im Gesundheitssystem, wir können uns nicht darauf verlassen, dass uns zu jeder Zeit und an jedem Ort alles immer super gelingt, sondern wir haben auch potentielle Fehler und originelle Fehlbarkeit und die zu erkennen, aufzuspüren, Gefahrenbereiche zu erkennen, zu definieren und dann entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.

00:15:07: Das ist die große Errungenschaft der Patientensicherheitsmaßnahmen.

00:15:13: Da zählt natürlich dazu dieses Fehlermeldesystem, Critical Incident Reporting System, nennt sich das, wenn man es ganz englisch wieder ausdrücken möchte, wo es darum geht, dass man beinahe Fehler oder tatsächliche Fehler, dass man die nicht unter den Tisch kehrt, sondern dass man die aufdeckt, öffentlich macht und bespricht, weil nur so kommt man zu Lösungsmöglichkeiten.

00:15:35: Was wir heute passieren könnte, könnte meinem Mitarbeiter morgen passieren.

00:15:41: Und wie läuft das dann genau ab, wenn ich quasi jetzt mehr Koppeler, da gab es jetzt eine Situation, wo theoretisch was hätte passieren können.

00:15:50: Kommt man da direkt zu dir oder?

00:15:54: Routinen gibt's da.

00:15:57: Der erste kritische Punkt ist und den haben wir, glaube ich, schon sehr gut erlernt und verstanden, dass es Selbstreflektion braucht.

00:16:07: Das heißt, es braucht ein gewisses, ein gewisses nicht Mut, sondern ein gewisses Verständnis, eigene Fehlbarkeit oder Fehlbarkeit, die man irgendwo entdeckt hat, dann auch zu melden, ohne jemanden anderen anzugreifen oder ohne dass man selber quasi zum Opfer wird.

00:16:22: Das ist eine ganz wichtige Sache, dass es neutral bleibt.

00:16:25: dass ich sagen kann, du, ich habe gesehen, dir ist was passiert oder ich habe bemerkt, wie ist was passiert und das möchte ich nicht, dass es jemandem anderen auch passiert.

00:16:35: Lass uns darüber reden.

00:16:37: Wir haben da entweder direkt, was eher der seltenere Weg ist, sondern es wird meistens über ein Fehler melde oder über ein Meldesystem.

00:16:45: Wir haben da auf unserem Desktop drauf, haben eine Plattform, wo wir diese Meldungen abgeben können.

00:16:52: Die landen dann zentral.

00:16:54: an unserer Stelle, in unserem Risk Management und das wird dann quasi von uns Lokalen zuständigen, die die Risk Manager Ausbildung haben, dann bearbeitet.

00:17:03: Da haben wir eine eigene Arbeitsgruppe im Kinderspital, wo die gesamten Fälle von der Kinderkirurgie über die Allgemeinpädiatrie, über die Neonatologie gemeinsam bearbeitet werden.

00:17:15: Und am Ende hast du dann ja, mach's beim nächsten Mal besser oder gibt's da dann Konsequenzen oder wird dann jemand bestraft oder wie läuft das dann ab?

00:17:24: Das ist der große Vorteil daran, dass es natürlich kein Blame and Shame ist, dass nicht bestraft wird oder nicht mit dem Finger auf andere gezeigt wird, sondern eher mit dem Finger auf andere gezeigt wird.

00:17:34: Super, dass du das aufgedeckt hast.

00:17:36: Super, dass du so ehrlich und so konsequent warst, das aufzuzeigen, damit wir die Chance haben an Verbesserung.

00:17:45: Möglichkeiten zu arbeiten, weil nur so wäre man besser.

00:17:48: Das gibt eine Empfehlung von unserem Cremium, von unserem Riskcremium aus.

00:17:53: Das läuft dann über die Zentrale und wird dann Publik gemacht und führt dann eben dazu, dass gewisse Dinge verändert werden, die dann kundgemacht werden.

00:18:03: Dass man sagt, gut, wir haben jetzt diese Situation gehabt und aus dieser Situation raus wird jetzt diese Maßnahme ergriffen werden.

00:18:11: Die Medikamente besser sortiert werden.

00:18:14: Medikamentenverordnungen besser gemacht.

00:18:17: Gibt es das vier Augenprinzip?

00:18:18: Also da ist ganz, ganz viel in den letzten Jahren Jahrzehnten entstanden.

00:18:22: So ein Klassiker sind Medikamente, die man leicht verwechselt, weil sie quasi den selben Namen haben, aber völlig andere Wirkstoffe drinnen sind, dass man die mit Farben kennzeichnen, dass man die anders einordnet, dass man die weit getrennt voneinander hält, dass man im Notfall nicht durch schnell schnell aufs Falsche hingreift.

00:18:42: Das sind die einfachen Dinge, aber auch ganz komplexe Sachen, wo dann Investitionen notwendig sind und sagen, das ist eine Sicherheitsmaßnahme.

00:18:49: braucht man einfach, dann wird auch durchaus investiert da rein.

00:18:54: Also das scheint durchaus eines der Dinge zu sein, die wirklich wirklich was bewirken können.

00:18:59: Ja genau so ist es ja, weil letztendlich jeder noch so kleine Fehler in seiner Präsent auch zu was größerem werden kann und letztendlich zu einem Patientenschaden, der dann sowohl für den Einzelnen als auch für die Institutionen des Spitals kostenintensiv und natürlich auch aufs Renommee erschlagen kann.

00:19:22: Das heißt, da ist die Saalquickli extrem hellhörig und auch sehr zugänglich dafür.

00:19:26: Das ist echt cool immer.

00:19:28: Ja, das haben wir sehr dankbar dafür, dass man einfach diese Diese Schutzmechanismen, dass man die aufbauen kann, dass man eine Organisation haben, die sowohl auf Equipment-Ebene als auch auf personeller Ebene als auch natürlich auf Ausbildungsebene.

00:19:44: Wir haben in den letzten Jahren unglaubliche Vielfalt an Zusatzausbildungen und Weiterbildungsmöglichkeiten, gerade im Bereich der Patientensicherheit und Patientenschutz in unserem Programm drin, und das wird von der SAIG gefördert.

00:20:01: Ja,

00:20:01: auch alleine dadurch, dass eben das Simulationsprogramm, also das Trainingsprogramm, was wir auf der NEO haben finanziert wird, zeigt ja, dass es gesehen wird, dass es notwendig ist.

00:20:12: Dieses Trainingsprogramm basiert aber durchaus auch auf Eigenleistungen, die Basissachen für die Simulation oder für die Trainings haben wir selber organisiert.

00:20:25: Dazu gehören in erster Linie die guten Simulatoren.

00:20:29: Was haben wir denn alles so bisher?

00:20:31: Wir haben sehr gute Simulatoren, die in Österreich entwickelt und in Österreich auch produziert wurden.

00:20:36: Wir haben zunächst mal angefangen mit dem kleinen Paul, das ist ein frühgeborenen Simulator, dem jetzt mittlerweile schon gute zehn Jahre.

00:20:45: Ja, ganz knapp.

00:20:46: In den letzten Jahren hat uns die Firma Miluba den Paul gesponsert.

00:20:51: Ich kann es gar nicht genau sagen, aber auf jeden Fall.

00:20:52: Der uns unglaublich tolle Dienste leistet.

00:20:55: Das ist ein toller Manikad, der die Realität eines Frühgeborenen etwa der achtundzwanzigsten Woche unglaublich toll widerspiegelt.

00:21:04: Der unglaublich viele technische Features drin hat, um unsere Sinne quasi zu schärfen.

00:21:10: Ein bisschen anzuzeigen, was habe ich für ein Problem?

00:21:14: Schaut es mich genauer an.

00:21:15: Es kann blau werden, wenn die Sauerstoffsättigung runterfällt.

00:21:19: Es kann die Herzfrequenz anzeigen, es kann Geräusche machen, es kann stönen, es kann jammern, es kann unglaublich viel Steuerungsmöglichkeit anbieten, die wir dann über den Monitor, über Vitalparameter anzeigen.

00:21:35: Und das war unser erster High-End-Simulator, den wir... haben der auch einen ganz tollen Atemweg hat, das heißt die Kinder konnten man mit unterschiedlichen Methoden Atem unterstützen oder auch intubieren, beatmen und konnte das Ganze dann darstellen.

00:21:52: Also wir haben dort auch eine der ersten die diesen Simulator zur Verfügung gehabt haben.

00:21:58: und jetzt ganz ganz neu haben wir die Emma oder die Emily, je nach Hautfarbe, haben wir einen Simulator der Etwa einem Late-Preterm entspricht und der noch noch viel viel mehr Möglichkeiten hat an Interventionen, der auch sich bewegen kann, der der Krampfanfälle simulieren kann, der einen schlappten Muskeltonus oder eine Bewegungsmöglichkeit anbietet, dass es das einen guten Muskeltonus hat, der unglaublich viele Möglichkeiten hat an Gefäßzugängen zu simulieren, der Bluhrertrainagen legen.

00:22:36: möglich macht.

00:22:38: Also man kann die Fülle an Möglichkeiten, die der Simulator hat, kann man gar nicht ausreichend schätzen.

00:22:45: Ja, da kann man jede Katastrophe simulieren, die man sich auf eine EO vorstellen kann.

00:22:50: Und ja, wir sind total stolz bei der Emma, weil wir wirklich die ersten, die den haben, die wirklich trainieren haben können.

00:22:56: Und wenn sich den wir anschauen will, Sim Character und Firma Lirdahl zu dem Konzern gehört das jetzt, dass ich verlinke das gerne.

00:23:04: dann in den Show notes, dass man sich einmal da ein bisschen herumtreiben kann, was diese Simulatoren wirklich können.

00:23:11: Und das ist wirklich, wirklich faszinierend, wie sehr diese Simulatoren ein Training ermöglichen, das einem als Trainierender den Eindruck gibt, wirklich in einer echten Situation zu sein.

00:23:27: Unglaubliches Beispiel dazu ist, etwas, was man nie darf, Flüssigkeiten in einen Simulator reinspritzen.

00:23:33: Und jeder weiß, der eine Simulation geht, spritzt nie was in die Puppe rein, weil da ist die Elektronik innen drin.

00:23:39: Und es ist nicht nur einmal passiert, dass jemand in der Hitze des Gefechts dann doch eine gefüllte, richtig aufgezogenen Medikamente spritze, genauso wie man es gehört, wie man es wirklich tun würde.

00:23:53: halt in den Simulator reindrückt und das kommt dem Ballchen oder ist dem Ballchen nicht gut bekommen.

00:24:00: Aber wir haben ihn repariert lassen, es hat wieder funktioniert.

00:24:03: Aber es zeigt wirklich, wie unglaublich emotional man dann in diesen Trainings gebunden ist.

00:24:09: und das ist ja das Geheimnis dabei.

00:24:11: Ich denke, das ist unsere... Und so gar nicht mehr so sehr Geheimnis.

00:24:15: Mittlerweile haben wir einfach so viel Erfahrung in Ausarbeitung und Steuerung von Szenarien, dass es sehr realitätsnah oder fast schon der Realität ganz, ganz nahe kommt.

00:24:27: Das haben wir auch sehr stolz drauf, weil wir wollen natürlich die Situation so realitätsnah gestalten, dass es für die Teilnehmer auch wie ein richtiger Notfall dann imponiert.

00:24:40: Und das setzt dann quasi auch das gesamte Know-how und die gesamte Teamleistung, setzt das um, wenn wir dort nicht einfach ein starres Manniker haben und sagen, so schaut's aus und so schaut's aus, das müsst ihr tun, das könnt ihr tun.

00:24:55: Sondern wenn die Puppe quasi so reagiert, wie ein menschlicher Organismus das machen würde.

00:25:01: Und das ist schon ein ganz tolles Erlebnis, wie man die Teams dann Über die Jahre dann so begleitet, in den ersten Jahren war es noch ganz schlimm, weil man sich dann quasi schon rechtfertigen musste, dass man jetzt Team Trainings macht, weil einfach das Verständnis für die Simulationen nicht so da war, weil die Puppen in ihren Möglichkeiten einfach nicht so das hergegeben haben.

00:25:23: Und wir natürlich auch noch nicht so erfahren waren, muss man natürlich auch sagen.

00:25:27: Ich glaube mittlerweile, ich glaube so, sondern es ist so, dass die Team sich freuen, jedes Mal, wenn wir trainieren.

00:25:32: Ja, wann geht es denn weiter?

00:25:33: Wann ist das nächste Training?

00:25:34: Die Tamsweger fragen.

00:25:35: schon, wann kommt ihr wieder, die Alleinerfragen.

00:25:38: Wir sind schon sehr stolz auch darauf, dass uns das gelungen ist und wir arbeiten natürlich ständig dran.

00:25:45: Die Teams, die trainieren, wir sind mittlerweile sechs aus dem ärztlichen Team und fünf aus dem pflegischen Team.

00:25:52: Wir schauen, dass wir die Teams auch noch größer machen, dass wir noch mehr anbieten können, dass wir uns gegenseitig auch gut ersetzen können, dass wir auch noch mehr nach außen noch gehen können.

00:26:02: und wir machen auch noch jedem Training, besprechen wir das nach, was ist gut gelaufen, was ist vielleicht nicht so gut gelaufen, wir können uns noch verbessern, was wollen wir nächstes Mal noch anders da machen.

00:26:13: Wir haben keinen Standardprogramm, wir haben bestimmte Module die wir anbieten und die sind variabel und die wollen wir auch stetig anpassen und verändern und verbessern.

00:26:24: Zumal auch die Medizin da nicht an uns vorbei geht, wir haben neue Interventionsmöglichkeiten, jetzt haben wir wieder surfakten Applikationen, das Salsa.

00:26:33: Das ist das surfakten Gabe über eine Larringsmaske, das ist jetzt ganz recent in den neuen Geitleins drinnen.

00:26:40: empfohlen für die Seffektentgabe bei etwas größeren Frühgeborenen, die eben für uns de facto neu ist.

00:26:48: Das sind auch wieder Situationen, die wir trainieren wollen.

00:26:51: Wir wollen das nicht am Patienten trainieren, sondern wir wollen das zunächst mal am Mannekar trainieren, dass die Teams die abläufig gut beherrschen und so kommt immer wieder was Neues dazu.

00:27:04: Und wir machen das natürlich nicht nur in den Saalkäusern, sondern in den ganzen Häusern, die eben unser Einzugsgebiet darstellen, wo wir hinfahren, das bieten wir überall hinan.

00:27:15: Wobei wir noch ein weiteres Service anbieten, was im Augenblick auch erst nur wirklich auf die Saalkäuser beschränkt ist, aber was wir gerne ausdehnen würden, ist, dass wenn wirklich ein Notfall ist, dass man dann ... die Teams vor Ort auch noch begleiten.

00:27:29: Wie schaut so ein Tele-Neonatologie-Setting aus?

00:27:34: mehr oder weniger kennen wir es alle aus der Covid-Zeit, wo es dann die Fortbildungen dann alle online waren oder der Unterricht online war.

00:27:43: Wir haben das schon davor aufgenommen mit einem Telekommunikationssystem, wo wir Video gesteuert quasi am Patientenplatz eine Kamera installiert haben und ein Audiosystem, sodass wir quasi mit den beiden Kliniken, wir haben es momentan in Tamsvik und in Haleinvideo angesprochen.

00:28:03: das sind ja die Kliniken, die zu uns gehören, sodass wenn dort ein Notfall ist, wählen wir uns auf eine gemeinsame Plattform ein und dann sieht jeder den anderen und wir vor allen Dingen sehen den Patienten die Möglichkeit, das Kind zu sehen und das Team dann vor Ort quasi zu unterstützen, bis wir dann uns auf den Weg machen und dann dort vor Ort an Kollegen hingeschickt haben, der dann die weitere Versorgung übernimmt, ist ein unglaublich hilfreiches Team und das hat sich mittlerweile auch schon rumgesprochen.

00:28:33: und so, dass andere Häuser, die nicht zur Seite zugehören, angefragt haben, können wir das auch bekommen?

00:28:40: Ich sogar so, dass es jetzt zum ersten Mal heuer in den offiziellen Empfehlungen drinnen ist in der Versorgung bei Neonaten, dass eben große Häuser eine Tele-Neonatologie zu kleinen Häusern aufbauen sollen, also zum ersten Mal in den Empfehlungen drinnen.

00:28:54: Wir haben es jetzt seit sieben Jahren, weil ich mich richtig erinnere und haben echt gute Erfahrungen damit.

00:28:59: Viele reden darüber, wir haben seit sieben Jahren funktioniert gut.

00:29:05: Wir versuchen es auszubauen auf andere Häuser, das scheitert dem Anblickhapitel an der Budgetierung und an der Finanzierung, aber an dem werden wir wohl nicht vorbeikommen.

00:29:15: Ganz genau, weil es einfach letztendlich Kompetenz schon schwierig aufzubauen ist.

00:29:22: und die Kompetenz, gerade in einem Notfall, hundertprozentig alles richtig zu machen, macht immer noch ein bisschen mehr Sinn, jemanden im Back-up zu haben, der einen dort unterstützt.

00:29:31: Die Schultern sind schon viel breiter und ein Team wächst nicht nur summativ, sondern exponentiell an jedem Team mit Glied, was noch mit dazu an Input bringen kann.

00:29:43: Und von daher ist es ein gutes Bridging, eine gute Überbrückung, bis wir dann vor Ort sind und wir Wir trainieren die Teams vor Ort, dass die gut und regelmäßig ausgebildet werden in Hallein.

00:29:57: Wir machen das zum Beispiel zweimal im Jahr in Timesweg auch.

00:30:00: Schauen wir, dass wir dort regelmäßig die Teams dann trainieren.

00:30:04: Und dann mit dieser Notfallmaßnahme sofort, wenn ein Kind schlechter rauskommt, wird dieses Videokommunikationssystem angeschaltet.

00:30:13: Wir sind immer vor Ort.

00:30:14: Wir sind immer live mit dabei, wenn es sich rausstellt, dass es rasch zu beheben ist, immer rasch wieder abgeschaltet und dann können wir uns rausnehmen.

00:30:23: Aber wir sehen uns schon auch in der Verpflichtung, dort quasi die Teams zu unterstützen.

00:30:29: Ja, und das ist nicht nur das Unterstützung vor Ort, sondern auch, dass wir sehen, ob und wie dringend wir dorthin müssen.

00:30:39: Weil oft einmal und in ganz vielen Fällen kann man dann gemeinsam mit den Leuten vor Ort das Kind beurteilen und sagen, nein, das passt.

00:30:47: Und man hat die Sicherheit, nein, wir brauchen dort nicht ausrücken und hinfahren, sondern das Kind ist gut versorgt, dem geht es gut und wir können gemeinsam deine Beurteilung vornehmen, was über das Video ist wirklich sehr gut funktioniert.

00:30:59: Also wenn man da diese neurologische Beurteilung macht und eben das Verhalten des Kindes sich... anschaut, dann wird das getestet von den Leuten vor Ort und gemeinsam dann eben die Reaktionen darauf beurteilt.

00:31:11: Und dann sieht man, nein, dem Kind geht's gut.

00:31:13: Und dann braucht man nicht Ausrücke.

00:31:15: Und bevor wir das gehabt haben, hat man zu jedem Notfall Ausrücke müssen, weil man halt nicht gewusst hat, wie es dem Kind geht.

00:31:20: Und jetzt bleiben viele Kinder dort, weil wir wissen, dem geht's gut, passt alles.

00:31:26: Und das ist natürlich eine Sicherheit für die Eltern, fürs Kind und für die Leute dort und für uns auch.

00:31:32: Absolut, ja, das kann man nur unterstützen.

00:31:33: Es ist unglaublich auch ressourcenschonend.

00:31:37: Im Endeffekt ist es eine Investition am Anfang, aber dann reduziert es die notwendigen Ressourcen.

00:31:42: Es ist eigentlich eine Sparmaßnahme.

00:31:44: Das muss man noch groß irgendwo anschreiben und können das Sparmaßnahmen manchmal halt ein bisschen was kosten.

00:31:51: Schauen wir mal.

00:31:54: Ja, und ganz wichtig ist auch, dass wir natürlich nicht die einzigen sind, die Simulation.

00:31:59: auf der Neonatologie betreiben.

00:32:02: Da gibt es ganze Netzwerke österreichweit, international, in Österreich zu nennen, sicher die Arbeitsgruppe für Patientensicherheit, wo eben die Simulation ein ganz wichtiges Thema ist, von der österreichischen Gesellschaft für Kind und Jugendheilkunde, wo wir natürlich Mitglied sind, wo wir aktiv mit dabei sind.

00:32:22: Und da ist man natürlich da und im Austausch in der Verbesserung und der Optimierung von solchen Trainings gemeinsam mit allen anderen, die auf diesem Gebiet natürlich arbeiten und auch forschen.

00:32:36: Weil Erkenntnisse aus der Simulation gehen auch direkt in die Medizin, in die Therapie ein, wie eben Notfälle gehandhabt werden und was da alles notwendig ist, um einen akuten Notfall gut zu meistern.

00:32:54: Ich glaube, das sind wir jetzt so weitermal mit dem Thema Training an der Neonatologie durch.

00:32:59: Ich finde es super, dass man eben zeigen kann, wie wir üben, damit die Eltern ein bisschen einen Einblick haben, woran wir üben.

00:33:07: Dass man eben kein Risiko oder Not besteht, am Kind zu üben, sondern wir üben im Training und können einen Stampen erinnern.

00:33:15: Genau das ist es.

00:33:16: Ich glaube, das ist ein gutes Signal, dass die Eltern das Gefühl haben und die Gewissheit haben, dass sie gut ausgebildete Teams haben, dass sie Teams haben, die gut miteinander harmonieren.

00:33:26: Ich glaube, das ist auch mit eines der Hauptaspekte von einem Training, dass wir nicht nur technische Fertigkeiten trainieren, sondern auch ganz viele nicht technische Fertigkeiten.

00:33:36: Und da haben wir in den letzten Jahren was Kommunikation, Arbeitsabläufe, situationsbewusstsein.

00:33:41: Aufgabenmanagement, Krisenmanagement anbelangt, da haben wir unglaublich viele zugelernt.

00:33:48: Ja, dann vielen herzlichen Dank, dass du da warst, hat Spaß gemacht und ich hoffe, wir trainieren bald wieder.

00:33:55: Das werden wir tun, das geht nächste Woche weiter.

00:33:58: Sehr gut, vielen Dank und danke für Ihre

00:34:00: Aufmerksamkeit.

00:34:05: Das war Frühstart, der Neo Podcast für besondere Eltern.

00:34:11: Wissen rund um Versorgung, Stillen, Nachsorge und Entwicklungskontrollen von Frühgeborenen und kranken Neugeborenen.

00:34:20: Am Mikrofon

00:34:21: Martin Wald

00:34:22: von der Neonatologie Salzburg.

00:34:25: Der

00:34:25: Podcast

00:34:26: dient ausschließlich der neutralen Information.

00:34:29: Er ersetzt keine medizinische Beratung.

00:34:32: Die Sprecher sind für die Inhalte verantwortlich.

00:34:34: Sie unterliegen dem Wandel der Wissenschaft.

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